Ergotherapie Praxis Lexikon
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Kardiologie

Lehre von den Herz-Kreislauferkrankungen


 
Kinästhesie

Empfindung der Bewegung des Körper als Qualität der Propriozetion


 
Kinästhetisches System

Wahrnehmung von Gelenkpositionen sowie von Bewegungen am Körper über Gelenkrezeptoren und Muskelspindeln. Das kinästhetische System gibt den "Spannungszustand" des Stütz- und Bewegungsapparates über das Rückenmark weiter an den Hirnstamm, das Kleinhirn und den Cortex. Diese "Dauerinformationen", die uns zumeist nicht bewußt sind, betreffen Zug, Druck und Winkelveränderung an den Gelenken, sowie Streckung und Zusammenziehen der Muskeln. Eine intakte Tiefensensibilität ermöglicht erst den Erwerb eines harmonischen Körperschemas. Eine ständige und exakte Rückmeldung über Muskelspannung und Gelenkstellung ist notwendig, vor allem zum Ausführen der unbewußt-geplanten Bewegung, wie z. B. Gehen, Essen, Waschen Anziehen usw.. Menschen, die in ihrer kinästhetischen Wahrnehmung behindert sind, sind vermehrt auf optische Kontrolle angewiesen.


 
Kleinhirn

Der Teil des Gehirns, welcher der Rückseite des Hirnstamms anliegt. Er verarbeitet propriozeptive und vestibuläre Empfindungen, die dazu beitragen, Körperbewegungen exakt ausführen zu können. Das Kleinhirn verarbeitet darüber hinaus alle anderen Arten von Empfindungen.


 
Kognition

(lat.) Erkennen; allg. Bezeichnung für den Komplex von Wahrnehmung, Verarbeitung, Denken, Erinnern, Erkennen, Störungen kognitiver Funktionen, z.B. als Gedächtnisstörung, Denkstörung, Unfähigkeit zur Abstraktion oder sog. Rigidität mit Festhalten an einer Überzeugung; kommen z.B. bei Schizophrenie, Demenz oder organischen Psychosen vor.


 
Kokontraktion

Das gleichzeitige Zusammenziehen aller Muskeln, die an einem Gelenk ansetzen und dieses dadurch stabilisieren.


 
Kontraktur

Funktions- und Lebensvorgänge in Organen oder im gesamten Organismus mit der Folge von subjektiv empfundenen bzw. objektiv feststellbaren körperlichen, geistigen oder seelischen Veränderungen.


 
Koordination

Feinabgestimmtes Zusammenspiel von Muskelgruppen und Körperteilen.


 
Kyphose

vorwärtsgebeugt (BWS)


 
Körperbegriff

Das faktische Kennen und Wissen des eigenen Körpers, der Körperteile und deren Funktionen und das Zusammenwirken. Das Vorhandensein des Körperbegriffs deutet nicht unbedingt auf ein intaktes Körperschema hin.


 
Körperdominanz

Vorherrschen, Überdeckung eines Teils des Körpers (z.B. die rechte Hand bei Rechtshändern)


 
Körperimago (Körperbild)

Sein Bild von sich selbst. Summe aller auf den Körper bezogenen Empfindungen. Der Körper, wie er sich anfühlt. Was für ein Körperbild (psychisch) hat der Mensch von sich? Am Beispiel Kind: Hat es ein Selbstbewusstsein, hat es eine Trotzphase durchlaufen usw., spricht es von sich aus der 1. Person "ich", kennt es seinen Namen? -> Förderung: taktile und propriozeptive Reize und Stimulation; durch Tunnel krabbeln; in Kiste setzen; Umriss malen lassen.


 
Körperschema

Die Orientierung am eigenen Körper. Verknüpfung von Umweltwahrnehmung mit der Körperwahrnehmung.


 
Körperwahrnehmung

Die Wahrnehmung, die eine Person von ihrem eigenen Körper hat.